
Eine gestickte Arbeit greift den Rhythmus des Baumes, insbesondere den des Wurzelwerks, auf und betont ihn.
Schöne, situative Momente in der Natur zeigen sich oft nur kurz und sind gerade deshalb besonders wertvoll. Auch das gestickte Werk ist nur an bestimmten Tagen auf dem internationalen Waldkunstpfad zu sehen und lehnt sich mit dieser Kurzfristigkeit an diese besonderen Momente an. Die körperlich berührende Resonanz solcher Natureindrücke ist es, die Menschen in Kathedralen und Domen nachzubilden versuchen.
Der Baum dient dabei auch als Objektträger und steht für das Alte und Ursprüngliche. Seine organische Struktur wird selbst Teil des Kunstwerks. In der Verbindung und Passung von gestickter und organischer Struktur zeigt sich zugleich die Verletzlichkeit des Baumes und der Ökosysteme insgesamt – und damit immer auch unsere eigene.
Die Rolle der Natur verändert hier die Wahrnehmung der Natur und schafft eine neue Form des Kulturraumes.






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